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Vertical Farming: Salat, Gemüse und Kräuter wachsen in Supermärkten und Restaurants

Gewächshäuser im Supermarkt oder Restaurant? Was zunächst absurd klingt, ist bei genauerer Betrachtung total logisch. Vertical Farming heißt das Prinzip. Das Berliner Start-up Infarm kultiviert Gemüse und Kräuter einfach direkt vor Ort. Also: Gemüse frisch auf den Tisch und das direkt aus dem Gewächshaus. Das verspricht das Start-up Infarm. 

Vertical Farming – der neue Megatrend? Ein Investor ist nun jedenfalls bereit, 100 Millionen US-Dollar in das Unternehmen zu investieren. Aber kann sich der Trend hierzulande durchsetzen?

Berliner Start-up Infarm kultiviert Gemüse und Kräuter vor Ort.

Regionale Herkunft und nachhaltige Produktion von Lebensmitteln sind für viele Endverbraucher ein immer wichtiger werdendes Kaufkriterium. Das zeigt ein Blick auf die wichtigsten Key-Facts des Ernährungsreport 2018 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Eingekauft wird immer öfters saisonal und Kunden verzichten ganz bewusst auf Lebensmittel, welche tausende von Kilometern auf dem Buckel haben (etwa Bio-Birnen oder Bio-Äpfel aus Argentinien oder Zwiebeln aus Neuseeland) bzw. eine schlechte Oköbilanz aufweisen.

Frisches Gemüse direkt aus dem Gewächshaus 

Einen ganz neuen Weg geht das Berliner Start-up Infarm und kultiviert Gemüse, Salat und Kräuter direkt im Supermarkt oder dem Restaurant – "Grow where you are." (Wachse wo du bist) lautet das Motto. Laut einem Bericht des Handelsblatts reifen die Lebensmittel in speziell dafür konzipierten ausgeklügelten gläsernen Kühlschränken und werden direkt vor Ort geerntet. So kommen die Lebensmittel zeitnah und frisch ohne Transportweg direkt in den Verkauf. Gleichzeitig können platzsparend auf kleinem Raum Lebensmittel frisch und unabhängig von schädlichen Außeneinflüssen kultiviert werden.


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Infarm geht neue Wege

Die israelischen Brüder Erez und Guy Galonska sowie Mitgründerin Osnat Michaeli sind von ihrer Idee überzeugt und haben mehrere Jahre an den Hightech-Gewächshäusern getüftelt. In mehr als 350 Supermärkten, Großhändlern und Restaurants findet man die Infarm-Geräte bereits und etablierte Unternehmen wie Edeka, Metro, Migros und Co. gehören zum Kundenkreis des Start-ups. Mit dem neuen finanziellen Rückenwind will das Unternehmen in Europa, Asien sowie den USA weiter expandieren.
 

Start-up überzeugt millionenschweren Investor 

Laut dem Handelsblatt hat Infarm unlängst mit der britischen Technologie-Investmentfirma Atomico (Hauptsitz: London) einen finanzkräftigen Investor an Land gezogen, der mehr als 100 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investieren will.

Vertical Farming ist für die Zukunft sicher ein vielversprechendes Konzept, mit Wachstumspotential. Ob es sich in Deutschlands Supermärkten aber als fester Bestandteil etablieren kann, bleibt abzuwarten.

Jedenfalls ist es im Sinne des ökologischen Fußabdrucks ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, obgleich die Kosten im Vergleich zu konventionellen Produkten natürlich aufgrund der Strom- und Anschaffungskosten aktuell noch deutlich höher liegen.

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