Gemeinsam stärker

Fitnessstudios schaffen Gemeinschaft: Thomas Wessinghage erklärt, warum soziale Nähe, persönliche Ansprache und gemeinsames Training binden.
Lesezeit: 2 Minuten
Porträt von Thomas Wessinghage in grauem Sakko vor dem Logo des DSSV mit Schriftzug „Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen“.
Prof. Dr. Thomas Wessinghage kommentiert aktuelle Themen der Fitness- und Gesundheitsbranche
Fitnessstudios sind mehr als nur Trainingsorte: Sie schaffen Gemeinschaft, fördern soziale Verbundenheit und können Menschen dabei unterstützen, langfristig aktiv zu bleiben. In seinem Kommentar beschreibt Prof. Dr. Thomas Wessinghage, warum persönliche Ansprache, gemeinsame Ziele und echte Begegnungen dabei entscheidend sind.

Fitnessstudios sind heute mehr als Orte für körperliches Training. Sie sind soziale Räume, in denen Menschen zusammenkommen, gemeinsame Ziele verfolgen und Zugehörigkeit erleben. Gerade in einer Zeit, in der Einsamkeit und psychische Belastungen zunehmen, gewinnt diese Funktion erheblich an Bedeutung. Bewegung stärkt nicht nur den Körper – sie verbindet Menschen und trägt wesentlich zum persönlichen Wohlbefinden bei.

Diese Erfahrung hat auch meine Zeit als Leistungssportler geprägt. Leichtathletik wird zwar häufig als Individualsport wahrgenommen: Im Wettkampf steht man allein an der Startlinie und muss die Leistung selbst erbringen. Doch sportlicher Erfolg entsteht niemals allein. Trainingsgruppen, Trainer, medizinische Betreuung und das persönliche Umfeld bilden eine Gemeinschaft, die motiviert, auffängt und durch schwierige Phasen bringt.

Selbst die Konkurrenz trägt dich häufig als Sportler durch einen schwierigen Wettkampf. Gerade an Tagen, an denen das Training besonders anstrengend ist oder ein Wettkampf nicht wie erhofft läuft, ist dieses Miteinander von unschätzbarem Wert.

Ähnliches erleben wir heute in Fitness- und Gesundheitsanlagen. Ein freundlicher Empfang, die persönliche Ansprache durch qualifizierte Mitarbeitende oder das gemeinsame Training in einer Gruppe können entscheidend dafür sein, ob Menschen dauerhaft aktiv bleiben. In vielen Fällen muss auch nicht viel geredet werden. 

Das gemeinsame Training, nebeneinander an seinen persönlichen Zielen arbeiten oder ein kurzer motivierender Blick sind oft genauso entscheidend. Wer sich gesehen, unterstützt und als Teil einer Gemeinschaft fühlt, kommt nicht nur regelmäßiger ins Studio, sondern verbindet Training mit positiven Emotionen.

Viele Anlagen fördern dieses Gemeinschaftsgefühl bereits durch Gruppenkurse, gemeinsame Veranstaltungen, Challenges oder digitale Communityangebote. Diese Anstrengungen sollten wir konsequent fortsetzen und weiterentwickeln. Dabei geht es nicht darum, Geselligkeit künstlich zu inszenieren. Gemeinschaft entsteht durch Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit und echte Begegnungen.

Die Fitnessbranche schafft damit einen gesellschaftlichen Mehrwert, der weit über Muskelkraft und Ausdauer hinausgeht. Studios können Orte sein, an denen körperliche Gesundheit, mentale Stärke und soziale Verbundenheit zusammenfinden. Wenn uns das gelingt, fördern wir mehr als regelmäßiges Training.

Ihr Thomas Wessinghage 
1. Vorsitzender des DSSV e. V.

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Für fitness MANAGEMENT berichtet

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