Der DSSV fordert steuerliche Förderung von Fitnessstudiotraining zur Prävention

Der DSSV fordert gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband steuerliche Förderung von Fitnessstudiotraining und mehr politische Anerkennung der Fitnessbranche als Teil der Gesundheitsversorgung.
Lesezeit: 3 Minuten
Ansicht des Reichstagsgebäudes in Berlin bei warmem Abendlicht, mit Glaskuppel, mehreren Deutschlandflaggen und Logos von DSSV und GKV im Bild.
Politische Forderungen zur Prävention rücken Fitnessstudios stärker in den Fokus der Gesundheitsdebatte
Der DSSV – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen unterstützt Forderungen des GKV-Spitzenverbandes nach steuerlicher Förderung von Fitnessstudiotraining. Ziel ist es, Prävention zu stärken und Fitnessangebote stärker in die Gesundheitsversorgung einzubinden.

AUF EINEN BLICK

  • Forderung: Der DSSV fordert steuerliche Vorteile für Fitnessstudiotraining in der betrieblichen Gesundheitsförderung.
  • Position: Der GKV-Spitzenverband betont die Bedeutung von Prävention und niedrigschwelligen Angeboten.
  • Bedeutung: Mehr als zwölf Millionen Menschen nutzen Fitnessstudios bereits zur Gesundheitsförderung.
  • Einordnung: Wissenschaftliche Institutionen sehen Bewegungsmangel als zentralen Risikofaktor.
  • Ausblick: Eine digitale Plattform soll Präventionsangebote transparenter und zugänglicher machen.

Der DSSV – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen – fordert eine klare politische Stärkung von Prävention und Bewegungsförderung. Dabei steht das Training im Fitnessstudio als wirksame und niedrigschwellige Maßnahme zur Gesundheitsförderung im Zentrum.

Forderungen des GKV-Spitzenverbandes

Die aktuellen Forderungen des GKV-Spitzenverbandes unterstreichen die Bedeutung von Prävention und den Abbau bestehender Hürden. Besonders relevant ist dabei die Forderung, dass Unternehmen ihren Beschäftigten gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie beispielsweise regelmäßiges Training im Fitnessstudio, steuerfrei finanzieren können.

Im Positionspapier des GKV-Spitzenverbandes heißt es dazu: „[…] damit Unternehmen steuerfrei Präventionsangebote wie regelmäßiges Training in Fitnessstudios finanzieren können, ohne dass Beschäftigten daraus Nachteile entstehen.“

Der DSSV unterstützt diese Forderung ausdrücklich.

Fitnessstudios leisten bereits heute einen zentralen Beitrag zur Prävention.

Thomas Wessinghage fügt hinzu: „Jetzt braucht es die richtigen politischen Rahmenbedingungen, um noch mehr Menschen zu erreichen“.

Körperliche Aktivität als Schlüssel zur Gesundheit der Bevölkerung

Neben dem GKV-Spitzenverband betonen auch die Bundesärztekammer, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Wissenschaftsrat in aktuellen Stellungnahmen die zentrale Bedeutung körperlicher Aktivität.

Einhellig wird Bewegungsmangel als wesentlicher Treiber nichtübertragbarer Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas identifiziert.

Die Fitness- und Gesundheitsanlagen bieten bereits heute die nötige Infrastruktur, um körperliche Aktivität und Muskeltraining zu fördern. Mehr als zwölf Millionen Menschen nutzen diese Angebote, investieren ihr eigenes, versteuertes Einkommen in ihre Gesundheit und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Prävention.

Die Fitnessbranche bietet niedrigschwellige, qualitätsgesicherte Bewegungsangebote für alle Altersgruppen mit gut ausgebildetem Personal und ist flächendeckend verfügbar.

Zugleich unterstreicht auch der GKV-Spitzenverband die Notwendigkeit, Präventionsangebote sichtbarer zu machen und für alle Menschen zugänglich zu gestalten. Neben steuerlichen Anreizen wird ausdrücklich der Aufbau einer digitalen Transparenzplattform gefordert – vergleichbar mit der Bewegungslandkarte (BeLa) des DOSB.

Künftig sollen dort jedoch nicht nur Angebote von Vereinen, sondern die Angebote aller Träger gebündelt und auffindbar gemacht werden. Dazu zählen ausdrücklich auch Fitness- und Gesundheitsanlagen als relevante Akteure der Präventionslandschaft, die stärker in gesamtgesellschaftliche Strategien einbezogen werden müssen.

Passend dazu hat der DSSV die wichtigsten Punkte in seinem Selbstverständnis der Fitness- und Gesundheitsbranche festgehalten. Mit seinem Bekenntnis zu Transparenz und Vollständigkeit zeigt der Verband, wofür die Fitnessbranche steht.

  1. Zugänglichkeit für alle – unabhängig von Alter, Trainingsniveau oder individuellen Zielen.
  2. Professionelle Trainingskultur und Atmosphäre: Klare Regeln und ein wertschätzendes Miteinander schaffen eine professionelle Trainingsatmosphäre.
  3. Sicherheit und Wirksamkeit des Trainings: Sicherheit und Wirksamkeit des Trainings basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
  4. Nachvollziehbare Preis- und Vertragsstrukturen: Preise und Vertragsstrukturen sind transparent, fair und verständlich gestaltet.
  5. Betreuungsqualität in unterschiedlichen Ausprägungen: Unterschiedliche Betreuungsangebote sind klar kommuniziert und orientieren sich an den Bedürfnissen der Trainierenden.

Das vollständige Selbstverständnis der Fitnessbranche ist hier auf der Verbandswebseite zum Download verfügbar.

Auf der FIBO 2026 in Köln, einer der weltweit größten Fitnessmessen und Kongresse, werden mehr als 150.000 Teilnehmer und Fachbesucher erwartet. Dies unterstreicht das gesellschaftliche Interesse an den Themen Fitness, Prävention und körperliche Aktivität und macht deutlich, dass diese Bereiche auch politisch mehr Berücksichtigung und Einbindung erfahren müssen.

Fitnessstudios dürfen nicht länger als Freizeiteinrichtungen betrachtet werden. Sie müssen als integraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung von morgen angesehen werden.

Der DSSV fordert daher:

  • steuerliche Förderung von Fitnessstudio-Training im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Abbau bürokratischer Hürden für Präventionsangebote
  • stärkere politische Anerkennung und Einbindung der Fitnessbranche als Teil der Gesundheitsversorgung

Prävention beginnt mit Bewegung – und Fitnessstudios sind dafür die Infrastruktur. Die Politik ist jetzt gefordert, die richtigen Anreize zu setzen.

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