Wie finanziert Basic-Fit den clever fit 160 Millionen Euro Deal?

Millionendeal fix: Basic-Fit übernimmt clever fit und wird dadurch zum größten Fitnessfranchiseunternehmen Europas und zum Marktführer in Deutschland.
Lesezeit: 3 Minuten
In einem modernen Bürogebäude geben sich zwei Geschäftspersonen in Anzügen die Hand. Die Logos von Basic-Fit und clever fit befinden sich in der rechten bzw. linken oberen Ecke. Unten links das Logo fM für 'fitness MANAGEMENT'.
Fusion im Fitnessmarkt: Basic-Fit kauft clever fit und stärkt seine Position in Europa
180 Millionen Euro für clever fit: Was verrät die Refinanzierung über die Strategie im DACH-Markt? Basic-Fit hat die Übernahme von clever fit offiziell bekannt gegeben. Damit wird die niederländische Fitnesskette zum Marktführer in Deutschland. Der Fitnesskonzern hatte den erfolgreichen Abschluss der Übernahme am 11. November 2025 bekannt. Mit dieser Transaktion steigt Basic-Fit in den Franchisemarkt ein und erweitert seine Präsenz von sechs auf zwölf Länder.

AUF EINEN BLICK

  • Finanzierungsmodell: Basic-Fit platziert eine Anleihe im Volumen von 180 Millionen Euro. Das Kapital soll die bisherige Finanzierung der clever-fit-Übernahme ersetzen.

  • Übernahme und Kauf abgeschlossen: Basic-Fit hatte Ende November 2025 den erfolgreichen Abschluss der Übernahme von clever fit bekannt.

  • Europas größtes Fitness-Franchise: Durch die Übernahme von clever fit und den Einstieg in den Franchisemarkt steigt Basic-Fit zum Marktführer in Deutschland auf.
  • Finanzielle Details: Der Kaufpreis von 160 Millionen Euro soll vollständig über eine neue Banklinie gedeckt werden, bis zu 15 Millionen Euro könnten zusätzlich fällig werden (Earn Out-Klausel).
  • Europas größtes Fitness-Franchise: Durch den Zusammenschluss entsteht ein Netzwerk in zwölf Ländern mit insgesamt mehr als 2.150 Clubs.
  • Strategische Neuausrichtung: Bis 2026 will Basic-Fit eigene Neueröffnungen reduzieren und sich auf Rentabilität und Franchise-Integration fokussieren.
  • CEO René Moos: Die Übernahme sei ein transformativer Schritt und beschleunige das kapitaleffiziente Wachstum in Europa.

Update 10.10.2025: Basic-Fit hat Anfang Oktober 2026 eine Anleihe im Volumen von 180 Millionen Euro platziert, deren Erlös die bisherige Finanzierung der clever-fit-Übernahme ersetzen soll. Die unbesicherte Anleihe läuft vier Jahre und wird variabel mit dem Dreimonats-Euribor zuzüglich 3,25 Prozentpunkten verzinst. Nach Unternehmensangaben diversifiziert Basic-Fit damit seine Finanzierungsquellen, verlängert die Laufzeit seiner Schulden und senkt langfristig die Finanzierungskosten.

Update 11.11.2025: Basic-Fit hat den erfolgreichen Abschluss der Übernahme von clever fit, dem größten Fitness-Franchiseanbieter im deutschsprachigen Raum, bekannt gegeben. 

Durch den Deal wird die niederländische Fitnesskette mit 450 Clubs zum Marktführer in Deutschland und zum größten Franchisegeber Europas. Das Unternehmen erweitert damit seine geografische Präsenz um sechs auf zwölf Länder mit mehr als 2.150 Clubs. 

Eine umfassende Aktualisierung der Strategie und weitere Informationen zu ihrer Umsetzung sollen am 21. April 2026 auf dem 'Capital Markets Day' vorgestellt werden.

Basic-Fit zahlt 160 Millionen Euro

Dafür zahlt das niederländische Unternehmen nach eigenen Angaben zufolge 160 Millionen Euro in bar und zusätzlich bis zu 15 Millionen Euro zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Earn-Out-Vereinbarung. Die Finanzierung erfolgt über einen neuen Bankkredit. Laut Angabe von Basic-Fit soll die Transaktion bis Ende 2025 abgeschlossen sein und bedarf keiner behördlichen Genehmigung.

Nach Abschluss der Transaktion plant Basic-Fit, die Angebote für Franchisenehmer zu verbessern. Durch die Kombination ihrer Kompetenzen und unternehmerischen Stärke erwarten beide Unternehmen eine rasche Expansion.

Diese Transaktion markiert den Einstieg von Basic-Fit in das Franchising. Sie erweitert unsere Präsenz auf zwölf europäische Länder.

clever fit betreibt derzeit 493 Clubs in sieben Ländern, davon 454 als Franchise. Die Kette ist mit rund einer Million Mitgliedern in sieben Ländern aktiv, darunter Deutschland (406 Clubs), Österreich (48 Clubs), der Schweiz (20 Clubs), Slowenien (15 Clubs), Rumänien (zwei Clubs), Kroatien (ein Club) und Tschechien (ein Club). Im Jahr 2024 erzielte clever fit ein bereinigtes EBITDA von 14,5 Millionen Euro.

Basic-Fit: Wachstum und Expansion durch mehr Franchise

Durch den Zusammenschluss von Basic-Fit und clever fit entsteht Europas größtes Fitness-Franchise. Es ist in zwölf Ländern mit mehr als 2.150 Clubs vertreten, davon rund 450 allein in Deutschland.

Das kapitalarme Franchisemodell ergänzt die bisherige Expansionsstrategie und soll unter der Marke Basic-Fit auch in anderen europäischen Märkten, etwa in Frankreich und Spanien, etabliert werden. Für 2026 planen die Niederländer, die Zahl der eigenen Neueröffnungen von einhundert auf fünfzig zu reduzieren und den Fokus auf Rentabilität, Mitgliederoptimierung und Integration zu legen. 

Die Verschuldungsquote soll 2026 leicht über 2,0 liegen. Dank der Unterstützung durch ABN AMRO, ING Bank und Rabobank bleibt Basic-Fit finanziell stabil. Die Wachstums-Prognose für 2025 bleibt laut Basic-Fit-CEO René Moos unverändert. Für April 2026 ist eine umfassende Strategieaktualisierung angekündigt.

René Moos: Transformation und Expansion in Europa

CEO René Moos bezeichnet die Übernahme als „transformativen Schritt“, der das Wachstum beschleunige und Basic-Fit zur größten und am schnellsten expandierenden Fitnesskette Europas machen soll. 

„Nach einem gründlichen Prozess freue ich mich, die Übernahme von clever fit bekannt zu geben“, sagt René Moos.

Moos abschließend: „Durch das etablierte Franchise-Netzwerk von clever fit festigt Basic-Fit seine Position als größte und am schnellsten wachsende Fitnesskette in Europa, erlangt sofortige Marktführerschaft in Deutschland und wird zum größten Fitness-Franchisegeber auf dem Kontinent.“


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