Schweizer Fitnessbranche wächst 2025 weiter und erreicht neue Höchstwerte

Die Schweizer Fitnessbranche wächst 2025 weiter, erreicht 1,45 Millionen Mitglieder und steigert den Umsatz auf 1,36 Milliarden Franken durch den Megatrend Gesundheit und junge Zielgruppen.
Lesezeit: 3 Minuten
Rotes Hintergrundmotiv mit großem weißen Schriftzug „ECKDATEN DER SCHWEIZER FITNESSWIRTSCHAFT '26“ im linken Bereich, rechts ein lächelnder Mann in blauer Sportjacke mit verschränkten Armen, unten Logos von fM, swiss active, SAFS Hochschule und DHfPG.
Die Studie zur Schweizer Fitnesswirtschaft 2026 zeigt anhaltendes Wachstum bei Mitgliedern, Anlagen und Umsatz
Die Fitnessbranche in der Schweiz verzeichnet 2025 weiteres Wachstum: 1,45 Millionen Mitglieder, steigende Centerzahlen und ein Umsatz von 1,36 Milliarden Franken kennzeichnen die Entwicklung. Vor allem junge Menschen treiben den Markt. Anbieter setzen verstärkt auf Prävention, Personal Training und ganzheitliche Betreuung.

AUF EINEN BLICK

  • Mitgliederentwicklung: Die Mitgliederzahl steigt 2025 auf 1,45 Millionen und erreicht einen neuen Höchstwert.
  • Altersstruktur: Die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen ist erstmals die größte Mitgliedergruppe.
  • Umsatz: Der Branchenumsatz wächst auf 1,36 Milliarden Franken bei stabilen Preisen.
  • Angebot: Personal Training gewinnt an Bedeutung, während digitale Angebote an Nachfrage verlieren.
  • Marktlage: Die wirtschaftliche Stimmung ist positiv und die Investitionsbereitschaft bleibt hoch.

Die Schweizer Gesundheits- und Fitnessbranche knüpft an die Rekordergebnisse aus den Vorjahren an und wächst bei stabilen Preisen auch 2025 erneut. Starken Rückenwind gibt der Branche der Megatrend Gesundheit, der sich insbesondere bei Jungen unter 30 zeigt.

Das ist das Fazit der neuesten Studie zu den Eckdaten der Schweizer Fitnesswirtschaft, präsentiert vom Branchenverband swiss active in Zusammenarbeit mit der Swiss Academy of Fitness & Sports (SAFS) und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).

Deutliches Wachstum bei Mitgliedern, Centern, Umsatz und Check-ins

Das Resultat sorgt für positive Stimmung in der Branche: Wichtige Parameter wie die Zahlen der Mitglieder und Center, die Umsatzentwicklung und die Check-ins sind alle deutlich gestiegen.

Die Zahl der Mitglieder nahm 2025 nochmals um 5,8 Prozent zu, nachdem sie bereits im Vorjahr um 4,7 Prozent zugelegt hatte. Insgesamt sind 1,45 Millionen Menschen Mitglied in einem Fitnesscenter – ungefähr jeder fünfte Erwachsene.

Bei der für die Fitnessbranche relevanten Zielgruppe zwischen 15 und 65 sind es sogar 22,5 Prozent Mitgliederzuwachs. Auch die Zahl der Center nimmt weiter zu. Nach einem Plus von 3,5 Prozent im Vorjahr beträgt der Anstieg nun nochmals 3,3 Prozent.

Junge Zielgruppe als Wachtsumstreiber

Erneut zeigt sich bei den Mitgliedern unter 30 Jahren  ein starkes Wachstum. Mit einem Anteil von 26,1 Prozent haben die Trainierenden zwischen 20 und 29 Jahren die bisher stärkste Gruppe der 30- bis 39-Jährigen erstmals abgelöst.

Die Schweizer Fitness- und Gesundheitsbranche kann offensichtlich vom Fokus auf einen gesunden und bewussten Lebensstil profitieren , der sich bei dieser Altersgruppe auch durch den Rückgang des Alkoholkonsums bemerkbar macht. Mit 35,5 Prozent setzt auch eine knappe Mehrheit der Center primär auf Gesundheit und Prävention, wobei der Fokus auf Training und Verbesserung der Leistungsfähigkeit vergleichbar wichtig ist.

Schweizer Bevölkerung fitnessaffiner als Nachbarn

Aber auch Ältere arbeiten weiter an ihrer Kraft und Ausdauer: 7,3 Prozent der Menschen über 60 trainieren in einem Gesundheits- und Fitnesscenter – gegenüber der Corona-Zeit entspricht das einem deutlichen Anstieg.

Die Schweizer Bevölkerung ist weiterhin fitnessaffiner als die der Nachbarländer Deutschland und Österreich. Auch macht die Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen in der Schweiz gut 50 Prozent aus, in Deutschland lediglich 43,3 Prozent.

Immer mehr junge Menschen in der Schweiz verbinden Fitness und Bewegung mit einem gesunden und bewussten Lebensstil.

„Das freut mich noch mehr als die neuen Rekordwerte bei den Mitglieder- und Umsatzzahlen – ist diese hohe Akzeptanz bei den jüngeren Altersgruppen für die Zukunft der Branche doch matchentscheidend“, sagt Jochen Müller, Vizepräsident von swiss active.

Vier Personen (v. l. Lisa Arnold (swiss active), Dario Danubio (Studiobetreiber), Prof. Dr. Sarah Kobel (DHfPG) und Jochen Müller (Vizepräsident swiss active)) stehen lächelnd vor einer Präsentation mit der roten Titelfolie „ECKDATEN der Schweizer Fitnesswirtschaft ’26“. Im Hintergrund ist ein Mann im blauen Sportoberteil abgebildet.
Foto: v. l. Lisa Arnold (swiss active), Dario Danubio (Studiobetreiber), Prof. Dr. Sarah Kobel (DHfPG) und Jochen Müller (Vizepräsident swiss active)

Positionierung der Fitnesscenter mit einem ganzheitlichen Ansatz

Prof. Dr. Sarah Kobel, Studienverfasserin und Abteilungsleiterin Marktforschung bei der DHfPG, bestätigt: „Die Fitnesscenter positionieren sich zunehmend mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Gesundheit und Training zusammendenkt.“

Indem die Center auf höchstem fachlichem Niveau Orte qualifizierter Betreuung, individueller Förderung und nachhaltiger Gesundheitsarbeit schaffen, entsprechen sie offensichtlich einem Bedürfnis der jüngeren, aber auch der älteren Altersgruppen.

Der Branchenumsatz liegt mit 1,36 Milliarden Franken 4,4 Prozent über dem Vorjahr. Gleichzeitig fällt das Umsatzwachstum prozentual kleiner aus als das Mitgliederwachstum. Hauptgrund ist das nahezu unveränderte Niveau der Mitgliederbeiträge und ein verstärkter Zuwachs an Mitgliedern im tendenziell günstigeren Kettensegment.

Positive wirtschaftliche Stimmung der Schweizer Branche

9 von 10 Betreibern bewerten ihre wirtschaftliche Situation als gut oder eher gut. Die Investitionsbereitschaft bleibt hoch. Die Zahl der Beschäftigten steigt um 3,8 Prozent auf 27.667 Mitarbeitende.

Die Branche beschäftigt immer mehr Festangestellte und positioniert sich damit als attraktive Arbeitgeberin, die in einem zukunftsträchtigen Umfeld Stellen schafft.

Die wirtschaftliche Stimmung in der Branche bleibt ausgesprochen positiv, die Investitionsbereitschaft hoch, das Vertrauen in die eigene Zukunft stark.

Unter den Leistungen, welche die Fitnesscenter anbieten, fallen drei starke Trends auf:

  • Während Gruppentrainings weiter an Bedeutung verlieren, nimmt das Personal Training nochmals an Beliebtheit zu. Unterdessen bieten 68,6 Prozent der Center diese individualisierte Trainingsform an.
  • Digitale Trainingsangebote sind weniger nachgefragt, in knapp sechs von zehn Centern aber immer noch Teil des Angebots.
  • Immer mehr Center setzen auf Wellness und bieten z. B. eine Sauna oder ein Dampfbad an; auch die Ernährungsberatung steht bei immer mehr Centern auf dem Programm.

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