Vierte Eckdatenstudie zur Schweizer Fitnesswirtschaft vorgestellt

Mehr Center, mehr Mitglieder, mehr Umsatz: Vierte Schweizer Eckdaten zeigen positive Entwicklung der Fitnesswirtschaft.
Lesezeit: 3 Minuten
Zwei Personen stehen vor einer Leinwand mit der Aufschrift 'Eckdaten der Schweizer Fitnesswirtschaft 2025'. Links und rechts stehen Rollups der 'SAFS Hochschule' und von 'swiss active'.
Positive Entwicklung: Prof. Dr. Sarah Kobel und Marcus Schwedhelm stellen die Eckdaten der Schweizer Fitnesswirtschaft 2025 vor
Die Schweizer Gesundheits- und Fitnessbranche beweist Stärke. Nach zweistelligem Anstieg im Vorjahr erzielt sie Rekordergebnisse bei der Zahl der Center, der Mitglieder und beim Umsatz. Seit 2021 war auch die wirtschaftliche Situation noch nie so gut wie jetzt. Das ist das Fazit der vierten umfassenden Studie zu den Eckdaten der Schweizer Fitnesswirtschaft, präsentiert vom Branchenverband swiss active.

AUF EINEN BLICK

  • Neue Studie zur Schweizer Fitnessbranche: DHfPG, SAFS und swiss active präsentieren vierte Eckdaten der Schweizer Fitnesswirtschaft mit repräsentativen Marktergebnissen.
  • Nochmals mehr Fitnesscenter, mehr Mitglieder und mehr Umsatz: Noch nie war die Stimmung in der Branche so positiv wie jetzt.
  • Fitnesscenter positionieren sich entsprechend der Nachfrage: mit qualifizierter Betreuung, individueller Förderung und nachhaltiger Gesundheitsarbeit.
  • Geringe Fluktuation der Mitarbeitenden und hohe Weiterbildungsquote sind positive Attribute der Schweizer Fitnesswirtschaft.
  • Personal Training wird immer beliebter und viele Center legen ihren Schwerpunkt auf Gesundheit und Training

Zusammen mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und neu der SAFS Hochschule für Bewegungs- und Gesundheitsmanagement in Zürich hat swiss active zum vierten Mal umfassend die Eckdaten der Schweizer Fitnesswirtschaft erhoben. Resultat ist eine repräsentative quantitative Studie, die Markttransparenz schafft. Stichtag war der 31. Dezember 2024.

Das Resultat ist für die Branche erfreulich: Wichtige Parameter wie die Zahlen der Mitglieder und Center, der Umsatz und die Check-ins zeigen alle nach oben. Die Zahl der Mitglieder nahm 2024 nochmals um 4,7 Prozent zu, obschon sie bereits in den zwei Vorjahren zweistellig zugelegt hatte. 

Insgesamt sind 1,37 Millionen Menschen Mitglied eines Fitnesscenters – ungefähr jeder sechste Erwachsene. Bei der besonders relevanten Zielgruppe zwischen 15 und 65 ist es gar jede fünfte Person.

Die Schweizer sind aktiver als ihre Nachbarn

Die Schweizer Bevölkerung ist weiterhin fitnessaffiner als die der Nachbarländer: 15,2 Prozent besitzen eine Mitgliedschaft in einem Gesundheits-/Fitnesscenter. In Deutschland sind es 13,8 Prozent, in Österreich 13,9 Prozent.

Die Zahl der Center nimmt weiter zu: Nach einem Plus von 5 Prozent im Vorjahr liegt diese nun bei 3,5 Prozent. Obschon es mehr Betriebe gibt, werden sie auch häufiger besucht. Die Mitglieder in der Schweiz trainieren durchschnittlich 1,4-mal pro Woche und vor allem für junge Menschen gehört Fitness zum Lifestyle. Die Zahl der Mitglieder unter 20 wächst seit Jahren kontinuierlich.

Rekord: Noch nie haben so viele Menschen in der Schweiz im Fitnesscentern trainiert

Die Menschen in der Schweiz haben die Relevanz von Fitness und Bewegung erkannt.

„1,37 Millionen aktive Mitglieder, ein neuer Rekordwert, dokumentieren das eindrucksvoll. Auch die Zahl der Fitnesscenter steigt weiter, über alle Marktsegmente hinweg. Die durchschnittliche Trainingshäufigkeit ist so hoch wie noch nie, das Bewusstsein für körperliche Aktivität und Prävention ist fest im Alltag vieler Menschen verankert“, freut sich Marcus Schwedhelm, Präsident von swiss active.

Prof. Dr. Sarah Kobel, Studienverfasserin und Abteilungsleiterin Marktforschung bei der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), bestätigt denn auch: „Die Fitnesscenter positionieren sich entsprechend – mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Gesundheit und Training zusammendenkt.“

Die Center bieten hierbei mehr als Trainingsräume: Sie schaffen Orte qualifizierter Betreuung, individueller Förderung und nachhaltiger Gesundheitsarbeit – für alle Altersgruppen und auf höchstem fachlichem Niveau.

Mit Abstand beste Einschätzung der wirtschaftlichen Lage seit 2021

Mit 1,3 Milliarden Franken liegt der Branchenumsatz um 7,6 Prozent über dem Vorjahr. Weil die Mitgliederbeiträge praktisch unverändert blieben, konnten also vor allem teurere Anbieter Neumitglieder gewinnen. Dazu passt, dass das tendenziell preisintensivere Personal Training immer beliebter wird.

85,9 Prozent der Betreiber bewerten ihre wirtschaftliche Situation als gut oder eher gut. Das ist der mit Abstand höchste Wert seit 2021. Dazu passt das Ausmaß der für 2025 geplanten Investitionen: Mit 249 Millionen Franken sind diese um satte 28 Prozent höher als der 2024 in die Branche investierte Betrag.

Die wirtschaftliche Stimmung in der Branche ist ausgesprochen positiv, die Investitionsbereitschaft hoch, das Vertrauen in die eigene Zukunft stark.

Die Zahl der Beschäftigten nimmt leicht ab. Doch während deutlich weniger Mitarbeitende im Stundenlohn arbeiten, steigt jene der Festangestellten. Ein positives Zeichen. Denn es ist an der Branche, sich als attraktiver Arbeitgeber mit guter Zukunftsperspektive zu positionieren, um qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten.

Die geringe Fluktuation bei den Mitarbeitenden sowie die hohe Weiterbildungsquote sind weitere positive Attribute für die Schweizer Fitnesswirtschaft.

Personal Training nimmt weiter an Beliebtheit zu

Unter den Leistungen, welche die Fitnesscenter anbieten, fallen folgende Trends auf:

  • Die meisten Anbieter sind in den Bereichen Gesundheit (35,3 %) und Training (34,5 %) positioniert.
  • Während die Center deutlich weniger Gruppentrainings anbieten, scheint der Aufstieg des Personal Trainings nicht zu stoppen zu sein. 62,6 Prozent der Center setzen darauf.
  • Digitale Trainingsangebote verlieren weiter an Bedeutung, gehören in 6 von 10 Centern aber immer noch zum Angebot.

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