Unterschätzt, ausbaufähig, unscharf: So beschreiben Prof. Dr. Sarah Kobel (DHfPG), Mahssa Noori (FitX), Alexander Schopenhauer (Fitness First) und Stephan Schulan (all inclusive Fitness) das aktuelle Image der Fitnessbranche.
In der Folge von Fitness im Ohr, die erstmals live vor Publikum aufgezeichnet wurde, sprechen sie mit Janosch Marx darüber, wie man die Ergebnisse der Imagestudie für die Identität des Studios nutzen kann.
Und wenn uns gar nicht klar ist, wer wir sind und was wir wollen, dann ist unser Versprechen nichts weiter als ein Marketingsprech.
Prof. Dr. Sarah Kobel – Professorin und Leiterin der Abteilung Wissenschaft und Forschung DHfPG
Die Studie zeigt: das Image ist nur durchschnittlich. Mitglieder bewerten die Studios am besten, Betreiber und Bevölkerung kritischer. Eine Taskforce mehrerer Ketten hat daraus bewusst keinen Einheitsstandard abgeleitet.
Stattdessen hat sie ein gemeinsames Selbstverständnis formuliert, das auf Transparenz setzt. Dazu gehören Zugänglichkeit, eine gute Trainingsatmosphäre, wirksames und sicheres Training, nachvollziehbare Preis- und Vertragsstrukturen sowie Betreuungsqualität in unterschiedlichen Ausprägungen.
Wer mehr verspricht, als er hält, riskiert laut Prof. Dr. Sarah Kobel, Menschen dauerhaft für Fitness zu verlieren. Eine Schlüsselrolle spricht die Runde dem Personal zu. FitX hat die Vergütung seiner Auszubildenden angehoben. Bei all inclusive Fitness verbringen neue Mitarbeitende ihre erste Woche auf dem neuen Campus in Hürth. Fitness First hat das Onboarding neuer Mitglieder verbindlicher gestaltet.
Ein Image zu verbessern, wird dir nicht geschenkt. Das müssen wir tagtäglich erarbeiten, und das schaffen wir gemeinsam.
Mahssa Noori – Geschäftsführerin FitX
Welche Konsequenzen Betreiber aus der Imagestudie ziehen können, erläutert die Runde in der Folge ausführlich.
Fitness im Ohr: hier aktuelle Folge als Podcast anhören
Key Takeaways
- Image und Realität: Die Imagestudie zeigt, dass sowohl die Branche selbst als auch die Bevölkerung das Image der Fitnesswirtschaft nur durchschnittlich bewerten, während Mitglieder ihre Studios positiver wahrnehmen.
Gemeinsames - Selbstverständnis: Die Taskforce hat fünf zentrale Prinzipien erarbeitet, die von Zugänglichkeit und Trainingsatmosphäre bis zu Trainingssicherheit, transparenten Vertragsbedingungen und Betreuungsqualität reichen, ohne unterschiedliche Geschäftsmodelle vereinheitlichen zu wollen.
- Transparenz schafft Vertrauen: Entscheidend ist nicht, dass alle Fitnessstudios dieselben Leistungen anbieten, sondern dass Unternehmen ihre Angebote verständlich kommunizieren und die gegenüber Mitgliedern gemachten Versprechen tatsächlich einhalten.
- Personal als Erfolgsfaktor: Qualifizierte und engagierte Mitarbeitende prägen die Mitgliedererfahrung maßgeblich, weshalb Investitionen in Ausbildung, Onboarding und Betreuung nicht ausschließlich als Kostenfaktor betrachtet werden sollten.
- Vom Forschungsergebnis zur Praxis: Fitness First arbeitet mit einer eigenen Markenstudie und optimierten Betreuungsprozessen, FitX überprüft die Mitgliedererfahrung und Mitarbeiterentwicklung, während all inclusive Fitness mit einem eigenen Campus die Aus- und Weiterbildung stärkt.







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