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Eigenmarken immer gefragter – Herstellermarken verlieren Marktanteile

Es gab einmal die Zeit, als Handelsmarken eher verpönt waren.

Keiner wollte gesehen werden, wie er oder sie diese „weiße Ware“ und die „No Name“-Produkte im Einkaufswagen zur Kasse transportiert. Die Zeiten haben sich jedoch längst geändert. Eigenmarken der Händler gehören keineswegs mehr zu den (unbegründet) verpönten Produkten, denn diese können inzwischen mit hohen Qualitätsstandards, einer großen Auswahl und Variation (vom klassischen ‚Low Price‘ zu ‚Premium‘ und ‚Bio‘) sowie mit eigenen Marketingkampagnen überzeugen.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bestätigt, dass die Einzelhändler (bspw. Aldi, Lidl, Edeka, Rewe usw.) ihren Marktanteil nun auf den höchsten Stand (37,4 %) gegenüber den Herstellermarken bringen konnten. Dies spiegelt die aktuelle Preis-/Leistungsorientierung der Konsumenten sehr gut wider: Qualität und Preis werden immer mehr miteinander verglichen und oft sind es Herstellermarken, die dabei den Kürzeren ziehen. Eigenmarken stehen inzwischen der Qualität, dem Geschmack und generell der Leistung der Herstellermarken in nichts mehr nach – dies wird den Konsumenten auch immer mehr bewusst.

Einzelhändler investieren dabei bewusst in die Entwicklung, Qualität und Variabilität ihrer eigenen Produkte. Man denke dabei an die inzwischen von nahezu jedem Einzelhändler im Angebot vorhandenen „Bio“-, „Regional“- oder „Premium“-Produkte (bspw. Rewe Regional, Bio Organic von Lidl, Bio von Aldi, Edeka Premium). Die Händler reagieren immer mehr auf Kundenwünsche und -bedürfnisse und bringen sogar eigene laktose- und glutenfreie Produktlinien heraus, sodass die Hersteller auch in diesem Bereich nicht mehr das Alleinstellungsmerkmal haben. Und die Einzelhändler sind noch lange nicht am Ende des „Eroberungszuges“ über die Marktanteile.

Weitere Informationen:
Die Hintergründe der Markenführungsstrategien im vertikalen Wettbewerb wie Charakteristika, Nutzen sowie Möglichkeiten lernen Studierende der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in den Studiengängen Bachelor of Arts Fitnessökonomie und Bachelor of Arts Sportökonomie in den Modulen Marketing 2 und Sportmarketing genauestens kennen.

Zu den Bachelor-Studiengängen der DHfPG

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