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Tag der Avocado: Eine Superfrucht im Zwiespalt

Kennen Sie die Butterbirne? Mit Avocados lassen sich diverse tierische Erzeugnisse ersetzen. Deshalb ist die exotische Frucht besonders bei Veganern sehr beliebt. Aber die Avocado als Umweltsünder? Das passt so gar nicht zu ihrem gesunden Image. Ist das Superfood in Wahrheit ein Klimakiller? Die Antwort darauf versuchen wir Ihnen in unserem Artikel zum 'Tag der Avocado' ('National Avocado Day') zu liefern.

Reif für die Ernte: Köstliche Superfrucht Avocado mit zwiespältigem Ruf – zwischen nährstoffreich, lecker und mieser Ökobilanz.

Der 31. Juli ist einer ganz besonderen Frucht gewidmet – heute ist der Tag der Avocado. Aus vielen deutschen Küchen ist die Avocado nicht mehr wegzudenken. Ob im Salat, auf dem Brot, im Smoothie oder als Guacamole zum Steak – die Avocado ist vielseitig einsetzbar, obendrein noch sehr gesund und hilft beim Abnehmen. Nicht Advocard ist Deutschlands Liebling, sondern die Avocado.


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Mit Avocados lassen sich diverse tierische Erzeugnisse ersetzen. Deshalb ist die exotische Frucht besonders bei Veganern sehr beliebt. Allerdings wird ihr dieser Exoten-Status direkt zum Verhängnis: Anbaugebiete der Avocado sind nämlich Peru, Chile, Mexiko oder Südafrika. Damit ist ihr ökologischer Fußabdruck aufgrund des langen Transportwegs riesig.

Avocado-Anbau: immenser Wasserverbrauch

Ebenfalls nicht nachhaltig ist der extrem hohe Wasserverbrauch, der beim Anbau von Avocado entsteht. Denn pro Tag und Kilogramm Avocados werden etwa 1.000 bis 2.000 Liter Wasser verbraucht. Das entspricht dem Zwei- bis Dreifachen von Bäumen, die sonst dort wachsen. Und dies in eher wasserarmen Regionen der Welt.

Weitere Nachteile, die der plötzlich stark ansteigende Avocado-Konsum bei uns in den Anbaugebieten mit sich bringt, sind Rodung und der Einsatz von Pestiziden. Kleinbauern haben zudem überhaupt keine Chance, gegen Konzerne mit riesigen Avocado-Plantagen anzukommen.

Deshalb wird der Genuss der Avocado immer häufiger zum Zwiespalt und sorgt für reichlich Diskussionsstoff, erläutert die Ernährungsexpertin Christina Esser von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.

Bei aller durchaus berechtigten Kritik, wie beispielsweise dem folgenden Artikel 'Das Märchen von der guten Avocado' bei ZEIT Online, ist die Avocado reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, fettlöslichen Vitaminen, Ballaststoffen, Kalium und Phosphor.

Fleisch noch 'schlechter' als Avocados

Der Wasserfußabdruck für Getreide oder Fleisch liegt übrigens deutlich über dem der Avocado! So viel zum Thema virtuelles Wasser. Dennoch sollte man beim Einkauf hier durchaus den ökologischen Hintergrund bei der Auswahl der Produkte und deren Herstellung kritisch prüfen.

Auf der linken Schulter sitzt ein Engelchen und auf der Rechten ein Teufelchen…

Keine heimischen Alternativen

Avocado nein, Avocado ja? Regional einkaufen und deshalb verzichten? Gibt es vielleicht eine heimische Alternative? So in etwa wie Leinsamen zu Chiasamen?

Bei diesen Fragen können qualifizierte Ernährungsberater weiterhelfen. Die Antwort lautet: „Nein.“ Die Cremigkeit, der Geschmack, die Nährwerte und die guten Fette machen die Avocado einzigartig und nur schwer ersetzbar. Mit ein paar mehr Abstrichen, tut es die Olive aber in vielem auch.

Oliven wachsen immerhin in Europa

Okay, Oliven werden nicht typisch wie ein Apfel in Deutschland angebaut. Sie kommen beispielsweise aus Spanien, Griechenland oder Italien – aber immerhin nicht aus Mexiko, dem größten Anbauland der Avocado.

Zugegeben, sie schmecken auch nicht wie Avocado, aber sind immerhin schwarz/grün und das Fettsäurespektrum ist sehr ähnlich. Vielseitig einsetzbar sind sie auch.

Die Ökobilanz aufbessern

Die Guacamole kann die Olive natürlich nicht ersetzen, aber beim Gedanken an „schwarze Olivencreme“ auf gerösteten Crostini-Scheiben kann einem auch das Wasser im Mund zusammenlaufen – und das Ganze mit einer deutlich positiveren Wasser- bzw. Ökobilanz.

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