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Immer mehr werdende Mütter betreiben weiterhin Krafttraining

Krafttraining während der Schwangerschaft. In Fitnessstudios werden immer mehr werdende Mütter gesichtet. Schwangere Prominente oder Influencer machen es vor. Selbstverständlich trainieren Schwangere anders als nicht Schwangere. Sportmediziner empfehlen moderates Krafttraining. Was es außerdem zu beachten gilt…

Krafttraining auch mit Babybauch möglich.

"Momentan trainiere ich 1-2 mal pro Woche und achte extrem auf das, was mein Körper mit signalisiert", schreibt Fitnesscoach Stefania Lou bei Instagram. Denn: Sie ist hochschwanger. Dennoch trainiert sie weiter. Auf Krafttraining zu verzichten, ist für sie keine Option.


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So wie ihr geht es vielen. Der Hashtag #pregnantworkout liefert bei Instagram rund 26.000 Treffer. Immer mehr werdende Mütter betreiben weiterhin Kraftsport. In den Social Media ist Krafttraining in der Schwangerschaft ein richtiger Trend. Und längst präsentieren nicht nur Prominente ihren Babybauch beim Training im Fitnessstudio bei Facebook, Intagram und Co.

Mehr Durchhaltevermögen durch Sport

Dafür ernten sie den ein oder anderen besorgten Blick. Doch Experten geben Entwarnung, denn Sport in der Schwangerschaft hat viele positive Effekte. Darunter etwa weniger Müdigkeit, mehr Kraft und Ausdauer für den Alltag mit dickem Babybauch, mehr emotionale Ausgeglichenheit oder mehr Durchhaltevermögen für die Geburt. Dennoch gilt es, einige Dinge zu beachten. Der wohl wichtigste Tipp ist denkbar einfach: Einen Gang runter schalten! Weitere nützliche Hinweise liefern etwa Verena Wiechers und ihr Team von "Mama Workout", Gesundheitspartner der AOK

Frauenarzt: kein betontes Bauchmuskeltraining

Jüngst widmete sich auch web.de dem Thema Kraftsport mit Babybauch und der Zunahme von Schwangeren in den Fitnessstudios. Darin kommt auch Frauenarzt Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte zu Wort: "Es sollte nicht versucht werden, mit betontem Bauchmuskeltraining einen flachen Bauch zu erhalten. Dabei riskierten die Schwangeren nur, dass die bindegewebigen Verbindungen zwischen den Bauchmuskeln überdehnt werden und sogar reißen."

Moderates Krafttraining ist in Ordnung

Der Tipp der Sportmediziner lautet daher: moderates Krafttraining. Nach Angaben der Deutschen Sporthochschule Köln gebe es dadurch bislang keine negativen Effekte. Vielmehr gilt zunächst einmal pauschal: "Sport in der Schwangerschaft ist für Mutter und Kind gesund". Die zehn wichtigsten Fragen zu Sport und Schwangerschaft werden dort ebenfalls beantwortet.

Auch Stefanie Meyer, selbst zweifache Mutter, hat eine Meinung zum Studiobesuch in der Schwangerschaft: "Ja, unbedingt!" In diesem Blogpost liefert sie wedenden Müttern außerdem weitere Tipps und Tricks fürs Training und auch den sportlichen Wiedereinstieg nach der Geburt.

Video mit Babybauch

Stefania Lou lässt ihre Follower bei Instagram natürlich nicht nur am Fortschritt ihrer Schwangerschaft teilhaben, sondern liefert ihnen mit #IAMSTRONGER auch noch weitere wertvolle Tipps für das eigene Training. Etwa mit "Übungen für die Core-Muskulatur in der Schwangerschaft"; nebst Video mit rundem Babybauch selbstverständlich, in dem sie alle Übungen selbst ausführt. Liefert aber auch direkt einen "Warnhinweis" mit: "Wichtig! Voraussetzung ist natürlich, dass du fürs Training das ok von deinem Frauenarzt hast und dich dabei gut fühlst."

Fazit: Sowohl in als auch nach der Schwangerschaft ist vieles möglich. Vorausgesetzt, es gibt keine Ausschlusskriterien, darf also getrost bis kurz vor der Geburt trainiert werden. Sie müssen es ja nicht ganz so auf die Spitze treiben wie Serena Williams, die im zweiten Monat schwanger war und mal eben die Australien Open gewann.

Zum Abschluss noch ein Hörtipp: Die Radiosendung "Leonardo" von WDR5 zum Thema Sport in der Schwangerschaft

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