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Nährstoff-Ampel im Supermarkt: Wie gut ist der Nutri-Score und was bringt er den Verbrauchern?

In deutschen Supermärkten gibt es eine neue Lebensmittelkennzeichnung, die lange diskutierte Nährstoff-Ampel ist eingeführt. Haben Sie den neuen Farb-Code schon gesehen? Doch was bringt er – wir verschaffen Ihnen einen Überblick.

Was Sie über die neue Lebensmittelkennzeichnung Nutri-Score wissen sollten.

Nach unseren Nachbarn in Frankreich realisieren jetzt auch erste deutsche Lebensmittelkonzerne den neuen Farb-Code namens „Nutri-Score“ zur Lebensmittelkennzeichnung. Das Ganze ist aber bisher bei uns nicht verpflichtend, sondern auf freiwilliger Basis. Doch bringt das neue Label mehr Klarheit oder stiftet er noch mehr Verwirrung? Hier gehen die Meinungen durchaus auseinander. Wie ein aktueller Artikel aus der 'Wirtschaftswoche' zeigt. Und wie 'foodwatch' in einem Vergleichstest nun feststellte, haben selbst auf den ersten Blick sehr ähnliche Produkte oft völlig unterschiedliche Nährwerte.


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Was sagt der Nutri-Score aus?

Die fünfstufige Farbskala geht von einem grünen A bis zu einem roten E und soll den Endverbrauchern auf einen schnellen Blick zeigen, wie gesund das Lebensmittel wirklich ist. Lebensmittel mit viel Zucker, gesättigten Fettsäuren, Salz oder vielen Kalorien etc. bekommen allgemein eher einen schlechten Score, während Ballaststoffe, Obst, Gemüse oder Proteine als Inhaltstoffe den Nutri-Score positiv beeinflussen können. Zusammen ergibt sich daraus eine Gesamtbeurteilung und der entsprechende Nutri-Score. Mehr zu den Berechnungen und bisherigen Ergebnissen finden Sie hier.


Mehrwert für den Verbraucher oder doch nur Marketing?

Für viele Verbraucherschützer ist der Nutri-Score, der in Frankreich seit einem Jahr im Einsatz ist, eine absolut positive Entwicklung. „Verbraucher wollen einfach und schnell informiert werden“, sagt Klaus Müller (Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv)) gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Der Nutri-Score sollte laut Foodwatch-Vertretern und den Befürwortern hierzulande möglichst flächendeckend und evtl. auch verpflichtend eingeführt werden. Denn er gebe gerade Einkommensschwache und Personen, die sich bisher beim Einkauf bzw. im Alltag nicht mit gesunden Ernährungsempfehlungen auseinandergesetzt haben, Orientierung. Dadurch wirke er sich positiv auf die Nährwertqualität der eingekauften Lebensmittel aus. Viele Lebensmittelkonzerne und Ernährungswissenschaftler sehen den Nutri-Score jedoch eher kritisch.

Die Schwächen des Nutri Scores  

Da der neue Score viele relevante ernährungsphysiologische Aspekte nicht bzw. zu wenig  berücksichtigt, sehen viele Kritiker im Score eine Stigmatisierung gewisser Lebensmittel, wie bei Wurst, Fleischprodukten und Co. Der Nutri Score berücksichtigt zum Beispiel weder die Herkunft der Produkte noch die Verarbeitung oder relevanten Inhalts-, Zusatz- und Ersatzstoffe sowie von Aromen. Ob das tatsächlich im Sinne des Verbrauchers ist, sehen zurecht viele Verantwortliche kritisch. Die neue farbliche Kennzeichnung kann für den Verbraucher demnach sogar ggf. eher verwirrend und irreführend sein, da sie wichtige Aspekte außer Acht lässt.

Trotzdem ziehen einige deutsche Unternehmen wie beispielsweise 'iglo' mit dem Nutri-Score bereits nach und informieren ihre Kunden mit entsprechenden Hinweisen auf der Verpackung. Da sich das Gros der Kunden anscheinend eine solche Kennzeichnung wünscht und man als Unternehmen transparent damit umgehen möchte, wird der Nutri Score als freiwillige Kennzeichnung sicher künftig in deutschen Supermärkten noch häufiger anzutreffen sein.

Ober sich der Nutri-Score jedoch als flächendeckende Lösung oder gar als verpflichtende Kennzeichnung durchsetzen lässt, bleibt angesichts der Kritik und der bisher eher schleppenden Entwicklung in Frankreich aber abzuwarten.

Soviel zur aktuellen Debatte – Und was halten Sie vom neuen Nutri Score? 

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Diverse Lebensmittel im Ampel-Check

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