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Mythos Milch: Heilsbringer oder doch ungesund?

„Die Milch macht’s“ so ein altbekannter Werbeslogan. Ob Sie gesund oder doch krank macht, wird immer wieder heiß diskutiert.

Milch oder doch die laktosefreie Variante? Die Qual der Wahl!

Milch macht müde Männer munter, stärkt die Knochen und ist gut für die Zähne – so sagt man. Ebenso ist Milch ein wahres Wundermittel für die Haut. Das wusste schon Kleopatra, die sogar darin badete. Laut dem Ernährungsreport 2018 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) trinken 40 Prozent der Deutschen regelmäßig Milch und Milchmixgetränke. Käse und Milchprodukte stehen mit 65 Prozent ebenfalls weit oben auf dem Einkaufszettel. Soweit zur Theorie und den Key-Facts, aber wie gesund ist die Milch tatsächlich und welche Alternativen haben Allergiker?


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Mythos Milch – kontroverse Diskussionen   

Die „Milch macht’s“, so der Werbe-Klassiker von 1992. Da war die Welt noch in Ordnung  – aktuelle Diskussionen zeigen, dass sich rund um die Milch so manche Mythen und heiße Diskussionen ranken. Hier treffen durchaus kontroverse Sichtweisen aufeinander und unter Ernährungswissenschaftlern und Schulmedizinern herrscht hier kein einheitlicher Konsens über die gesundheitsförderliche Wirkung der Milch.

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Die wichtigsten Quintessenzen kurz und bündig: 

Milch ist generell (sofern man auf gute Qualität der Produkte achtet) ein gesundes Grundnahrungsmittel und reich an Fetten, Wasser sowie wichtigen essenziellen Aminosäuren, B-Vitaminen, Folsäure und Co. Die vieldiskutierten gesättigten Fettsäuren tierischer Herkunft (z.B. aus der Milch) sollten angesichts der Studien von Studien von Drehmer et al. (2016) und Puaschitz et al. (2015), die beide im Journal of Nutrition erschienen sind,  aber keinesfalls per se verteufelt werden. Vielmehr sollten angesichts solcher Ergebnisse generelle Ernährungsempfehlungen hinterfragt werden. 

Alternativprodukte: darauf sollte man beim Kauf achten

Derlei Kontroversen sorgen jedoch vor allem für eines:  verunsicherte Verbraucher – auch deshalb greifen immer mehr Kunden zu Ersatzprodukten, obgleich lediglich 15 Prozent der Deutschen den Milchzucker laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) tatsächlich nicht vertragen. 

Ein Blick in die Regale ist zum „Mäuse melken“ – der Kunde hat die Qual der Wahl und die Entscheidung fällt oft schwer. Es muss nicht immer Kuhmilch sein: Die Supermärkte sind voll von diversen Ersatzprodukten wie Mandel-, Hafer-, Haselnuss-, Soja- oder Reismilch. Sicher bieten diese Produkte gerade für Allergiker oder Veganer eine gute Alternative, aber die Endverbraucher sollten auch hier auf die Verarbeitung und Qualität der angebotenen Produkte achten. Denn viele dieser Produkte enthalten versteckten Zucker, der oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Fazit und mehr detaillierter Lesestoff zum Thema 

Zusammenfassend kann ein beherzter Griff zum Milchglas angesichts der „Ernährungsphysiologischen Bewertung von Milch und Milchprodukten und ihren Inhaltsstoffen“ des Max Ruber-Instituts (MRI) und den aktuellen Studienergebnissen also keinesfalls schaden.

„Bekanntermaßen stellen Milch und Milchprodukte eine günstige Quelle für einige essenzielle Nährstoffe dar. Unter den heutigen Ernährungsbedingungen sind Milch und Milchprodukte für die Versorgung mit Ca sowie weitere Mikronährstoffe wichtig. Charakteristisch für diese Lebensmittelgruppe ist die einzigartige Zusammensetzung des Milchfetts. Nachdem das Milchfett auf Grund des hohen Gehaltes an SFA lange Zeit als ernährungsphysiologisch ungünstig eingestuft wurde, erfolgt gegenwärtig eine Neubewertung.

33 Epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass der übliche Verzehr von Milch und Milchprodukten entweder neutral ist bezüglich dem Risiko für verschiedene Krankheiten oder mit einem geringeren Erkrankungsrisiko assoziiert ist (z. B. KVE, Bluthochdruck, Diabetes). Lediglich für Prostatakrebs geht ein sehr hoher Verzehr mit einem erhöhten Risiko einher. Darüber hinausgehend sind in der Literatur keine gesundheitlich nachteiligen Wirkungen dieser Lebensmittelgruppe bekannt.“

Max Ruber-Institut (MRI)


Milchliebhaber und Allergiker können also aufatmen und am Frühstückstisch (mit Frischmilch oder den Ersatzprodukten) gemeinsam miteinander anstoßen – Prost. (Genau so lautet übrigens auch das „Codewort“ für unsere Facebook-Diskussion, zu der wir Sie hiermit gerne einladen!)

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