Ernährung, Gesundheit | Autor: Anke Sörensen |

Studie liefert den Beweis: Männer nehmen einfacher ab

Bei Männern purzeln die Pfunde schneller als bei Frauen. Was nach einem gängigen Vorurteil klingt, zeigt die internationale Abnehmstudie eines Wissenschaftlerteams schwarz auf weiß.

Internationale Abnehmstudie: Männer verlieren leichter Gewicht als Frauen.

Welche Rolle spielt das biologische Geschlecht beim Abnehmen? Mit dieser Frage setzt sich die Abnehmstudie Men and women respond differently to rapid weight loss: Metabolic outcomes of a multi-centre intervention study after a low-energy diet in 2500 overweight, individuals with pre-diabetes auseinander, die im Fachjournal 'Diabetes, Obesity and Metabolism' veröffentlicht wurde.

Der Studienaufbau

An der Studie nahmen über 2000 Personen acht Wochen lang teil. Sämtliche Testpersonen litten an Prädiabetes, also an einem erhöhten Blutzuckerspiegel, was bereits als Vorstufe zur Typ-2-Diabetes gilt. Die Probanden wurden auf eine strenge Diät aus Shakes, Suppen und leichtem Gemüse gesetzt und nahmen nur 800 Kalorien pro Tag zu sich.

Männern nehmen mehr ab

Das Ergebnis ist interessant: Die männlichen Teilnehmer nahmen nicht nur durchschnittlich zwei Kilo mehr ab als die Frauen, sondern wiesen danach außerdem bessere Gesundheitswerte auf. So verloren die männlichen Testpersonen im Schnitt zwölf und die weiblichen nur zehn Kilo, also 16 Prozent mehr Gewicht.


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Auch die Herzfrequenz und der Körperfettanteil der Männer war nach der zweimonatigen Testphase niedriger als die Vergleichswerte der Frauen.

Positiv: Geschlechtsübergreifend hatte sich bei 35 Prozent aller Personen der Blutzuckerspiegel normalisiert.

Die Hormone sind schuld

Erklären lässt sich das Ergebnis wie folgt: Das männliche Geschlechtshormon Testosteron ist am Muskelaubau beteiligt. Bei mehr Muskelmasse und weniger Fettanteil verbrennt der Körper auch im Ruhezustand mehr Kalorien. Männer können also eine höhere Menge an Kalorien aufnehmen, ohne zuzunehmen, im Schnitt 2.200 Kalorien pro Tag.

Die weiblichen Östrogene dagegen sorgen bei Frauen für Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen. Außerdem sollten sie nach Empfehlungen von Ernährungswissenschaftlern je nach Größe, Gewicht und weiteren Faktoren durchschnittlich nur um die 2000 Kalorien täglich konsumieren, damit das Gewicht nicht steigt.

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