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Der Zwiespalt mit der Avocado

Die Avocado ist ein Verkaufsschlager und bei uns Deutschen sehr beliebt. Sie ist gesund und vielseitig einsetzbar, aber wird aktuell durchaus kritisch diskutiert.

Der 31. Juli ist einer ganz besonderen Frucht gewidmet – heute ist der Tag der Avocado. Aus vielen deutschen Küchen ist die Avocado nicht mehr wegzudenken. Ob im Salat, auf dem Brot, im Smoothie oder als Guacamole zum Steak – die Avocado ist vielseitig einsetzbar, obendrein noch sehr gesund und hilft beim Abnehmen. Nicht Advocard ist Deutschlands Liebling, sondern die Avocado.
 
Doch immer häufiger wird der Genuss der Avocado zum Zwiespalt und sorgt für reichlich Diskussionsstoff, erläutert die Ernährungsexpertin Christina Esser von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Wer kennt sie nicht –Sätze wie „Wie kannst du nur so viel Avocado essen? Ich habe gelesen, dass für den Anbau einer Avocado extrem viel Wasser benötigt wird und ganze Urwaldflächen dafür gerodet werden müssen. Vom Transport, der Kühlung der Früchte usw. ganz zu schweigen.“  

Bei aller durchaus berechtigten Kritik, wie beispielsweise dem folgenden Artikel der Zeit Online, ist die Avocado reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, fettlöslichen Vitaminen, Ballaststoffen, Kalium und Phosphor. Der Wasserfußabdruck für Getreide oder Fleisch liegt übrigens deutlich über dem der Avocado! So viel zum Thema virtuelles Wasser. Dennoch sollte man beim Einkauf hier durchaus den ökologischen Hintergrund bei der Auswahl der Produkte und deren Herstellung kritisch prüfen.

Auf der linken Schulter sitzt ein Engelchen und auf der Rechten ein Teufelchen… Avocado nein, Avocado ja? Regional einkaufen und deshalb verzichten? Gibt es vielleicht eine heimische Alternative? So in etwa wie Leinsamen zu Chiasamen? Bei dieser Frage können qualifizierte Ernährungsberater weiterhelfen. Die Antwort lautet „nein.“ Die Cremigkeit, der Geschmack, die Nährwerte und die guten Fette machen die Avocado einzigartig und nur schwer ersetzbar. Mit ein paar mehr Abstrichen, tut es die Olive aber in vielem auch. Okay, Oliven werden nicht typisch wie ein Apfel in Deutschland angebaut. Sie kommen beispielsweise aus Spanien, Griechenland oder Italien – aber immerhin nicht aus Mexiko, dem größten Anbauland der Avocado. Zugegeben, sie schmecken auch nicht wie Avocado, aber sind immerhin schwarz/grün und das Fettsäurespektrum ist sehr ähnlich. Vielseitig einsetzbar sind sie auch. Die Guacamole kann die Olive sicher nicht ersetzen, aber beim Gedanken an „schwarze Olivencreme“ auf gerösteten Crostini-Scheiben kann einem auch das Wasser im Mund zusammenlaufen – und das Ganze mit einer deutlich positiveren Wasser- bzw. Ökobilanz.   

Bitte klicken Sie hier für den Zeit Online Artikel „Das Märchen von der guten Avocado“.

Wie viel "Virtuelles Wasser" in verschiedenen Lebensmitteln und anderen Produkten versteckt ist, lesen Sie hier.

Ausführliche Informationen zum Lehrgang "Ernährungsberater BSA" an der BSA-Akademie bekommen Sie hier.

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