Internationale Diskussionen über Maßnahmen zum Energiesparen haben zu zahlreichen sinnvollen Erkenntnissen, neuen Technologien und teilweise z
um Umdenken der Verbraucher geführt. Auch in die Gesetzgebung sind bereits umweltfreundliche Richtlinien eingeflossen, sodass Energiesparverordnungen und Wärmegesetze definiert wurden. Zusätzlich führen knapper werdende Energieressourcen, wachsende Bedrohungen durch Klimaerwärmung und stetig steigende Energiepreise dazu, dass die Kosten und der Verbrauch auch in Fitness-Anlagen zunehmend betrachtet werden müssen. Somit sollte auch jeder Studiobetreiber Interesse daran zeigen, den eigenen Betrieb im Hinblick auf Energiekosteneinsparungspotenziale zu untersuchen und zu optimieren.
Im Folgenden einige Tipps, wie gerade im Sauna- und Wellnessbereich der Strom-, Wasser- und Energieverbrauch durch einfache und von jedem Studio durchführbare Maßnahmen reduziert werden kann.
Strom
Im Bezug darauf lässt sich zunächst einmal der Standby-Verbrauch erwähnen. Auch wenn ein einzelnes Gerät geringe Kosten durch den Stand-by-Betrieb verursacht, so entstehen aus der Summe an Ausdauer- und Elektrogeräten in einem Studiobetrieb durchaus Kosteneinsparungspotenziale. Geräte wie z. B. TV oder Computer brauchen auch im ausgeschalteten Zustand noch Strom. Dieser Verbrauch schlägt sich in den Studiokosten nieder. Somit sollten alle Trainings- und Elektrogeräte bei Nichtnutzung ausgeschaltet und Geräte, die auch nach dem Ausschalten noch Strom verbrauchen, durch eine Steckerleiste mit Schalter vom Netz getrennt werden. Beispielsweise entpuppen sich kaum beachtete Geräte wie elektrische Espressomaschinen und alte TV-Geräte als wahrliche Stromfresser.
Sauna
Ein weiterer Faktor zur Kosteneinsparung ist die optimale Regulierung des Saunabetriebs. Dieser kann z. B. auf die Haupttrainingszeiten der Mitglieder beschränkt werden. Die Regulierung lässt sich durch eine Zeitschaltuhr einfach einrichten. Die Sauna könnte alternativ erst zwei Stunden nach Betriebsöffnung eingeschaltet und auch früher ausgeschaltet werden. Des Weiteren gibt es bereits Studios, die so weit gehen, ihren Kunden Termine für Saunazeiten vorzugeben oder darum bitten, die Nutzung anzukündigen. Hierfür sollte jedes Unternehmen seine individuelle Lösung, abgestimmt auf die Kundenstruktur, ermitteln. Es ist allerdings abzuwägen, ob bei den enormen Kosteneinsparungspotenzialen ein paar Kundenbeschwerden in Kauf genommen werden können.
Wasser
Der Wasserbedarf kann durch den Einsatz wassersparender Armaturen verringert werden. Besonders Duschen und Toiletten führen zu einem hohen Wasserverbrauch, wodurch in den Studios in der Regel ein großer Kostenblock entsteht. Zunächst sollten daher die Dichtungen untersucht werden, sodass weder tropfende Wasserhähne noch undichte WC-Spülkästen im Studio unnötiges Wasser verschwenden. Durch das einfache Installieren eines Wasserhahnaufsatzes/Durchflussbegrenzers kann der Wasserverbrauch an Wasserhähnen um bis zu 50 % verringert werden. Diese Düsen sorgen dafür, dass die Wassermenge aus der Leitung stets konstant bleibt. Zusätzlich mischen sie der Wassermenge Luft bei, sodass der Strahl sein volles Volumen behält. Ein ähnlicher Effekt wird auch durch den Einsatz von Sparduschköpfen erreicht. Durch den integrierten Durchflussbegrenzer und spezielle Düsen oder angesaugter Luft wird ein sparsamer, aber voller Strahl erreicht. Neben Ersparnissen bei den Wasserkosten kommt es bei der Verwendung von warmem Wasser zusätzlich zu Einsparungen von Energiekosten aufgrund des geringeren Wasserverbrauchs.
Darüber hinaus können nicht nur bei Duschen und Wasserhähnen, sondern auch bei den Toiletten Kosten durch einen geringeren Wasserverbrauch eingespart werden. Während herkömmliche Toiletten ca. 9 Liter Wasser pro Benutzung verbrauchen, kann der Verbrauch auf 4 bis 6 Liter gesenkt werden. Dies geschieht durch die Anschaffung moderner Spülkästen mit eingebauter Stopptaste oder durch das Installieren eines Wasserstopps (Wasserstopp-Gewicht zum Einhängen oder Aufsetzen auf das Überlaufrohr in herkömmlichen Spülkästen). Bei den hohen Wasserkosten in einem Studio können sich diese Einsparungspotenziale durchaus erheblich auf die Kosten auswirken.
Zusätzlich könnte man einen angemessenen Wassereinsatz bei den Reinigungsarbeiten anstreben. In Bezug auf die Reinigung im Studio bietet es sich an, den Einsatz von Dampf- und Bürstengeräten zu überdenken, welche einen geringeren Wasserverbrauch haben als z. B. das Abschwemmen mit laufendem Wasser. Besonders beim Neubau eines Studios kann die Überlegung miteinbezogen werden, ob eine geringere Anzahl von Duschen den Wasserverbrauch senken kann. Wenn bereits Kunden auf die Dusche warten, dann wird dies wahrscheinlich die Duschzeit verkürzen und Wasserkosten können eingespart werden. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass sich eine zu geringe Anzahl an Duschen auch negativ auf die mit dem Studio in Verbindung gebrachte Qualität auswirken kann. Weitere Energiesparmöglichkeiten bieten sich bei der generellen Einrichtung der Anlage. So sorgen glatte, fugenlose Böden und die Reinigung mit Mikrofaser für einen reduzierten Reinigungsaufwand und einen geringeren Verbrauch von Reinigungsmitteln. Außerdem wird die Bildung von Keimen minimiert und die Hygiene im Studio verbessert.
Bilder: joskofitness