Körperliche Aktivität senkt Gesundheitsausgaben um ca. 21 Mrd. EUR

Gesundheitsausgaben auf 344,2 Milliarden EUR gestiegen
Das Statistische Bundesamt gab kürzlich bekannt, dass die Gesundheitsausgaben im Jahr 2015 in Deutschland um 4,5 % gestiegen sind. Sie beliefen sich damit auf 344,2 Milliarden EUR oder 4.213 EUR je Einwohner. Dies entspricht einem Anteil von 11,3 % des Bruttoinlandproduktes. Mehr als jeder neunte EUR wurde somit für Gesundheit ausgegeben. Im Vergleich zu 2014 stiegen die Gesundheitsausgaben um 15,0 Milliarden EUR oder 4,5 %. Für das Jahr 2016 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Gesundheitsausgaben auf 359,1 Milliarden EUR.

Körperliche Aktivität senkt Gesundheitsausgaben um ca. 21 Milliarden EUR
Studien gehen davon aus, dass der geschätzte jährliche volkswirtschaftliche Nutzen in Deutschland durch körperliche Aktivität bei ca. 21 Mrd. EUR bzw. ca. 280,- EUR pro Person liegt. Die Wissenschaft ist sich einig, dass körperliche Aktivität das Erkrankungsrisiko, bspw. der Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes, Osteoporose und Übergewicht, senkt. Somit hat körperliche Aktivität, trotz absolutem Anstieg der Gesundheitskosten, einen positiven Effekt auf die Gesundheitsausgaben.

Fitnessbranche kommt Schlüsselrolle bei der Senkung der Gesundheitsausgaben zu
Mit über 10 Mio. Mitgliedern in einem der über 8.600 Fitness-Studios hat Fitnesstraining einen gewichtigen Anteil an diesen Kosteneinsparungen. Geringere Kosten für Arzneimittel, weniger Arztbesuche und kürzere Krankenhausaufenthalte sowie geringere Fehlzeiten in Betrieben sind die positiven Folgen. Neben der allgemeinen körperlichen Aktivität gilt dies in besonderem Maße für das Training in Fitness-Studios. Denn dieses – anders als Training in vielen Spiel-/Individualsportarten – zeichnet sich gerade dadurch aus, dass das Training exakt dosiert werden kann. Gewünschte gesundheitsfördernde Trainingseffekte können somit gezielt angesteuert werden.

„Die Zahl der 10 Mio. Trainierenden in deutschen Fitness-Studios wird unserer Einschätzung nach bis 2020 auf rund 12 Millionen ansteigen. Damit kommt Fitnesstraining auch in der Zukunft eine Schlüsselrolle bei der Verringerung der Gesundheitskosten zu", so Refit Kamberovic, Hauptgeschäftsführer des DSSV – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen.