Das Land gleicht einem historischen Freilichtmuseum. Israel aber bietet mehr als 5.000 Jahre Geschichte. Ihre in Stein gehauenen Spuren sind allgegenwärtig, bis heute. Und das Land lebt, mehr noch: es pulsiert, ist ein Taktgeber, nicht nur im Nahen Osten. 

Das Heilige Land ist die Wiege bedeutender monotheistischer Weltreligionen. Aber auch hier: Israel ist nicht nur Religion. Israel ist ein Land faszinierender Gegensätze: Altes und Neues, Zerstörtes und Wiedererrichtetes, Gegensätzliches und Mystisches. Ein Land zwischen Tradition und Moderne, zwischen Religion und Party, zwischen schneebedeckten Bergen, grünen Wäldern und Wüstenlandschaft, zwischen Mittelmeer und Totem Meer. Die historische Kontinuität Israels über Jahrtausende besteht darin, dass es keine gibt und wohl nie geben wird. Dieses Land lebt, weil es immer wieder zwischen Blüte und Vernichtung, zwischen Leben und Tod steht. Hoffnung und Wandel bilden die Stützen der Existenz, so deutlich, wie sie wohl nirgendwo sonst wahrnehmbar sind. Keine Frage: Israel spaltet die Meinungen. Die einen finden das Land wundervoll, würden sofort wieder hinfahren. Andere schütteln verständnislos den Kopf und verstehen überhaupt nicht, wie man in ein solch unsicheres, riskantes Land reisen kann. Die Vielfalt des Landes spiegelt sich auch in der Vielfalt der Fitness-Anlagen wieder, die wir auch unserer Studio-Tour besucht haben.

Wie in Deutschland können wir drei Bereiche unterscheiden: 

Premium Clubs – mit eigenem individuellem Profil
Special interest – auch als Einzelunternehmung
Low cost clubs – häufig in Ketten organisiert 

Der Name der Anlage ist Programm!
Die Anlage ist ein ehemaliges Strandbad an der riesigen Promenade der Tel Aviv Marina. In der Umgebung befinden sich viele große Hotels, mit herrlichem Blick auf das östliche Mittelmeer. Die Location ist bekannt, denn hier ging man schon vor Jahrzehnten zum Baden hin. Heute bietet der umgebaute Komplex eine Vielzahl von Trainingsmöglichkeiten und Studioleiter Lior Chernikov verweist mit Stolz auf die alte Tradition und die heutigen komfortablen Möglichkeiten. Insgesamt hat die Anlage etwa 2.000 qm den Pool eingeschlossen. Und es ist voll, zu allen Tageszeiten, denn die Lage ist wirklich großartig und findet sehr viel Zuspruch. Die Menschen in Tel Aviv sind eben sportlich!

Insgesamt trainieren hier etwa 4.000 Mitglieder, mehrheitlich im Alter von 38 bis 45 Jahren, denn preisgünstig ist der Beitrag nicht. Für die Mitgliedschaft all inclusive zahlt der Kunde pro Jahr 4.500 Shekel – also 1.065,36 Euro. 

Das Studio liegt zentral im Stadtgebiet von Tel Aviv an einer belebten Hauptverkehrsstraße. Rundherum ist Wohngebiet und es ist eng bebaut, denn Wohnraum in der Stadt ist richtig teuer. 

Das Einzelstudio gehört nicht zu einer Kette und liegt in einer Shopping Mall mit hoher Frequenz. Von Eingang geht es direkt in die Räumlichkeiten im Erdgeschoss, eine Treppe führt in das Untergeschoss. Hier liegen die Kursräume mit einem umfangreichen Stundenplan. Auch diese Anlage ist richtig gut besucht – zu allen Öffnungszeiten. Etwa

1.000 qm hat das Goof1 und die Trainingsgeräte stehen in den Räumen wirklich dicht an dicht. In der Passage konnten einige kleinere Räume dazu gemietet werden; hier finden spezielle Trainingsangebote Platz, deren Raumbedarf nicht so groß ist, wie z. B. das Beratungszimmer. Das Studio wurde schon 1988 gegründet, hat also auch eine lange Tradition in Tel Aviv und heute ca. 2.500 Mitglieder. Es wird viel Wert auf Sauberkeit gelegt, ständig ist ein Mitarbeiter damit beschäftigt, die Geräte zu wischen und aufzuräumen. .

Günstig ist die Lage nicht – in Tel Aviv herrscht generell Platznot. Die Beiträge im Goof1 sind entsprechend hoch und liegen bei etwa 80,- Euro im Monat. Viele Mitglieder nutzen die Umkleiden hier nicht, sie kommen bereits umgezogen in Trainingskleidung und gehen auch wieder so. Offensichtlich hat der Club viele Kunden, die zu Fuß in die Anlage kommen. Das macht auch Sinn – parken kann man hier nirgends. Auch wir haben unser Auto ziemlich weit entfernt geparkt, denn es gibt wenig öffentlich zugängliche Parkplätze. Die Verkehrssituation kann auch nur als sehr voll beschrieben werden.

Hier sind in erster Linie die CrossFit Boxen zu nennen. Die aktuellste und sehr erfolgreiche Eröffnung ist das CrossFit Namal – direkt gelegen am Tel Aviv Hafen, und es kommt nicht von ungefähr, dass sich hier sozusagen der Hotspot der Stadt befindet. Die Anlage ist umgeben von trendigen Geschäften, Cafés, Bar und Restaurants und verzeichnet einen großen Zulauf zu allen Tageszeiten. Erst recht bei schönem Wetter, mit dem Blick auf die Promenade und das Meer. Das ist das Tel Aviv, das man von Fotos kennt. Die Location ist perfekt gewählt; man betritt das CrossFit durch den eigenen Haupteingang oder durch einen großen Durchgang in einem Reebok Sportartikelgeschäft, einem der größten in Israel. Logischerweise erhalten die CrossFit Mitglieder hier 10 Prozent Kundenrabatt. Eine optimale Symbiose, die man als Geschäftsidee nach Deutschland transportieren sollte.

Die Preispolitik ist sensationell!
CrossFit Fitness sind ca. 400 qm Fläche und davon 300 qm Trainingsfläche. Der Beitrag für einen 12 Monatsvertrag geht von 100 bis 120 Euro. Für die Ausstattung mit Licht, Boden usw. sind Investitionen von 40.000 bis 45.000 Euro nötig nach meiner Erfahrung. Vor einer Mitgliedschaft muss jeder an einem Kurs teilnehmen. D.h. du musst lernen wie man trainiert. Es gibt einen 5er Kurs für 750 Euro, in dem man lernt richtig zu trainieren. Ein 10er Kurs kostet 1.200 Euro. Also hoher Beitrag und wenig Investitionen. Zusätzlich sind die Mitglieder schon geschult richtig zu trainieren und das Studio hat in den Trainingsprozessen nur eine Aufsichtsfunktion. Die Personalkosten können also gering gehalten werden. Das ist eigentlich einmalig. Ich habe das noch nie zuvor gesehen. Die Kaufkraft ist in Israel sehr hoch. Im Verhältnis zu Deutschland wären die Beiträge bei ca. 200 Euro. Die Menschen verdienen etwas weniger Geld. Vor allem die Mittelschicht ist weniger reich als die Mittelschicht in Deutschland. Diese hohen Beiträge sind schon außergewöhnlich, aber das System funktioniert. Vor allem geht es dabei um Krafttraining und 90 Prozent der Teilnehmer waren Männer. Junge, gut aussehende Männer