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Anlage des Monats
Life Fitness Club, Kitzingen

Frank-David Koopmann

Kitzingen ist eine Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis und liegt direkt am Main, genauer: am Maindreieck. Die im Bundesland Bayern angesiedelte Stadt hat 20.968 Einwohner und ist die historische und zugleich größte Wein-handels-stadt in Deutschland.

Kitzingen ist eine Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis und liegt direkt am Main, genauer: am Maindreieck. Die im Bundesland Bayern angesiedelte Stadt hat 20.968 Einwohner und ist die historische und zugleich größte Weinhandelsstadt in Deutschland. Wahrzeichen der Stadt sind der Falterturm mit seiner schiefen Haube, in dem das Deutsche Fastnachtmuseum untergebracht ist, und die Alte Mainbrücke. Der historische Stadtkern Kitzingens liegt westlich des Mains, umfangreiche Siedlungs- und Industriegebiete liegen dagegen östlich – die nächste größere Stadt ist Würzburg.

Inmitten dieser schönen Stadt hat auch das Fitness-Studio Life Fitness Club seinen Sitz. Im Einzugsgebiet des Studios leben ca. 38.000 Menschen und in seiner unmittelbaren Nähe befinden sich weitere Studios sowie zwei Krankengymnasten mit einem größeren Fitnessraum. Der Club wurde im Jahr 2002 gegründet und ist seitdem nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein sozialer Treffpunkt für alle Altersgruppen. Von Anfang an stand die qualifizierte Betreuung der Mitglieder im Vordergrund.

Vom Studiomitglied zum Studiobesitzer
Angefangen hatte alles im Jahr 1982, als Volker Stettner noch selbst Mitglied in einem Fitness-Studio war. Wissbegierig und hochmotiviert, hat sich der junge Fitness-Sportler über Trainingsmethoden in Büchern und Zeitschriften informiert. Dabei ist ihm aufgefallen, dass Betreuungskonzepte in Studios bislang fehlten. Der 24-Jährige wollte Vieles besser machen als die Studiobetreiber, in deren Club er Mitglied war – und damit war die Idee geboren, ein eigenes Fitness-Studio zu eröffnen.

Mit Gerolzhofen war der Standort schnell gefunden und auch die Finanzierung wurde schneller genehmigt, als der Jungunternehmer gedacht hatte. Sein Rezept für einen schnellen Erfolg lautete: optimale Betreuung der Mitglieder. Da im Einzugsgebiet wenig Konkurrenz-Studios angesiedelt waren, stieg die Mitgliederzahl rapide. Als dann auch noch der Aerobic-Boom in Deutschland einsetzte, platzten die Kursräume aus allen Nähten, sodass Stettner nach größeren Räumlichkeiten Ausschau halten musste.

Vergrößerung als Folge des Aerobic-Booms
Wie es der Zufall wollte, wurde zu dieser Zeit in Gerolzhofen von anderen Unternehmern eine Multifunktionsanlage mit Tennishalle, Fitness-Studio, Gastronomie und Billardraum geplant. Volker Stettner nahm Kontakt auf und schon nach dem ersten Gesprächstermin stand fest, dass er der neue Pächter der Fitness-Räume wird, was mit einem Umzug in das neue Gebäude verbunden war. Da die gesamte Anlage noch in der Planung war, konnte Stettner zusammen mit einer Innenarchitektin seine Ideen bei der Gestaltung der Räume einbringen und diese so aufeinander abstimmen, dass sich die Mitglieder wohlfühlen konnten. Die Eröffnung war dann ein voller Erfolg – durch den mächtigen Zulauf musste die Jahresplanung schon am ersten Tag nach oben korrigiert werden. Damit hatte Stettner nicht gerechnet. Seitdem er gesehen hatte, wie sehr seine Aerobic-Kurse vor allem weibliche Mitglieder lockte, beobachtet er den Markt sehr genau und versucht immer, neue Trends aufzuspüren. Auch bildete er seine Trainer ständig fort, damit auch Step, Calanetic und andere Kurse angeboten werden konnten.

Das Messer auf der Brust
1997 war das Jahr der Entscheidungen. Da das Geschäft mit Billard in der Anlage nicht gut lief, wollte der Verein seinen Mietvertrag gerne beenden. Stettner hingegen hatte großen Zulauf und sah sich wieder einmal gezwungen zu vergrößern. Deshalb ging er auf die Eigentümer der Multifunktionsanlage zu, um über die Zumietung der Billard-Räume zu verhandeln. Bei einem Gespräch erfuhr Stettner dann, dass der Betreiber der Tennisanlage ebenfalls die Flinte ins Korn werfen wollte, da der Tennis-Trend abnahm und die Betriebskosten enorm hoch waren. Die Bauherren setzten Stettner das Messer auf die Brust: Sie genehmigten die Erweiterung und den Umbau der Anlage nur, wenn er Tennis und Squash mit übernehmen würde. Dies bereitete ihm etliche schlaflose Nächte, tagsüber saß Stettner mit seinem Steuerberater zusammen und sie brachten den Taschenrechner zum Glühen. Der Gedanke, neu zu bauen, wurde schnell verworfen, weil Gerolzhofen zu klein war für zwei Anlagen. Also rechnete Stettner dem Eigentümer vor, wie hoch die Miete maximal sein darf, damit sich die Tennisanlage wenigstens selber trägt – und der Eigentümer willigte ein.

Der nächste Schritt: Kitzingen
Das Angebot Tennis wurde im Jahr 2001 ein Minusgeschäft, und da 2003 der Mietvertrag auslief, überlegte Stettner, wie nun der nächste Schritt sein soll. Eins war ihm klar: Bei einer Mietvertragsverlängerung müsste er sich auf Kompromisse einlassen, die ihm nicht gefallen würden. Aus diesem Grund beschloss Stettner, Anfang 2001 den Grundstein zum Bau einer neuen Fitnessanlage in Kitzingen zu legen. Von der Wirtschaftlichkeitsberechnung über die Planung der Anlage bis hin zur Fertigstellung ging alles sehr schnell, sodass der Life Fitness Club im September 2002 eröffnet wurde.

Volker Stettners Frau, Sabine, war von Anfang an seine rechte Hand. Sie ist gelernte Bürokauffrau und für den gesamten kaufmännischen Bereich wie Buchführung, Lohnbuchhaltung und Kundenverwaltung zuständig. Als ausgebildete Spinning- und Aerobicinstruktorin leitet sie erfolgreich den Kursbereich. Und auch um den Nachwuchs kümmern sich die Stettners: Im Jahr 2005 erhielt eine ihrer Auszubildenden zur Sport- und Fitnesskauffrau eine Auszeichnung für den besten Abschluss in Bayern.

Interview mit Volker Stettner

fMi: Was ist allgemein für das Geschäft „Fitness-Studio“ wichtig?
Volker Stettner: Die Spezialisierung und die darauf genaue Abstimmung der Marketingstrategie. Trends zu verfolgen und die richtigen im Club zu integrieren. Den Club immer so gepflegt und sauber zu halten, als ob er erst gestern eröffnet wurde.

Die Kollegen der Fitness- Branche: Was machen viele falsch? Was richtig?
V. S.: Was Kollegen falsch machen, kann ich so nicht sagen, denn jeder muss seiner eigenen Firmenphilosophie nachgehen. Vielleicht haben einige einfach keine Firmenphilosophie und meinen, sie müssen den „Besseren“ in der Stadt nachahmen und nur den Clubbeitrag unterbieten. Dies wird sich aber rächen, denn eine genaue Berechnung seiner Kosten sowie genügend Rücklagen für Neuinvestitionen, Renovierungen und so weiter sollte man schon einkalkulieren, um auf lange Zeit sein Niveau halten zu können.

Was sind notwendige Strategien in einer sich stark ändernden Branche?
V. S.: Ändert sich die Branche tatsächlich? Für uns ändert sich die Branche nur sehr langsam. Das kommt aber daher, weil wir den Markt ständig beobachten und auch schon seit vielen Jahre da sind. Wichtig ist natürlich auch die Schulungen der Mitarbeiter sowie sich selbst, um den heutigen Kunden optimal betreuen zu können. Aber eins sollte man nie vergesse: den Spaß! Das Mitglied öfter mal zum Lachen zu bringen und in die Gesellschaft einzubinden ist das Wichtigste, um das Mitglied lange im Club zu halten.

Was ist das Erfolgsgeheimnis Ihres Studios?
V. S.: Der Mensch, also das Mitglied, steht immer im Mittelpunkt unseres Handelns – alles dreht sich um ihn und seine Bedürfnisse. Hierzu sollte und muss man sich fragen: Was möchte der Mensch? Genau da hat milon den Nagel auf den Kopf getroffen. Im Dezember 2007 haben wir unseren ersten Kraftausdauerzirkel im Club eingebaut und das Konzept von milon mit übernommen. Nachdem dies sehr erfolgreich war, haben wir bereits im September 2008 den Kraftzirkel dazu-gekauft. Allein dieser Zirkel hat uns von den anderen Studios so unterschieden, dass es eines unserer Erfolgsgeheimnisse ist. Aber sich darauf auszuruhen wäre falsch, denn der Kunde möchte Abwechslung, auch beim Training. Somit haben wir in unserem Club ein neues, erweitertes Trainingsbetreuungssystem eingebaut. Dies bedeutet, immer wieder Kontakt mit dem Mitglied und somit Bindung aufzubauen.

Wie ist der Umgang mit Mitarbeitern und deren Anteil am Erfolg?
V. S.: Wir möchten nur Mitarbeiter, und keine Arbeiter. Deshalb lassen wir uns schon bei der Auswahl neuer Mitarbeiter Zeit und haben einen Fragebogen entworfen, um gleich am Anfang Streu vom Weizen zu trennen. Mitarbeiter sind das Wichtigste im Club und sollten daher geschult werden. Der wichtigste Punkt ist aber für uns als Clubbetreiber, immer mit einem lächeln und supermotiviert im Club zu erscheinen. Denn nur wenn der Chef gute Laune hat, überträgt sich das auf die Mitarbeiter und auch auf die Mitglieder. Unser Motto lautet: Behandle alle Menschen so, wie du selbst gern behandelt werden möchtest.

Wie stehen Sie zu Preiserhöhungen?
V. S.: Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Preiserhöhungen unumgänglich. Daher passen wir ca. alle zwei Jahre die Beiträge den Preissteigerungen an.

Wie sieht Ihre Marketingstrategie aus?
V. S.: Immer den anderen Mitbewerbern einen Schritt voraus zu sein. Dies fing bei uns bereits in der Planung des Gebäudes an, wie z.B. Einbau einer Lüftungsanlage, Fußbodenheizung, Saunagarten und große, hohe Räume zum Wohlfühlen. Ganz wichtig ist vor allem Kundenzufriedenheit durch Betreuung, denn nur dann empfehlen uns die Mitglieder auch weiter. Zu den jeweiligen Aktionen verbreiten wir hochwertige Werbedrucke. Gratisangebote kommen in keiner Kampagne vor – schließlich wollen wir mit Fitness begeistern, und nicht mit Umsonst-Angeboten.

Chancen und Grenzen der Angebote im Studio?
V. S.: Jedes neue Angebot, das den Club nicht viel Geld kostet und zu uns passt, sehen wir als Chance. Wenn wir durch eine Analyse jedoch feststellen, dass wir durch bestimmte größere Investitionen passende neue Zielgruppen erfassen können, dann machen wir das auch.

www.lifefit.de

Wir sind ein expandierendes Dienstleistungsunternehmen im Bereich Gesundheit, Fitness und Prävention und suchen zur weiteren Verstärkung unseres motivierten Teams ab sofort mehrere Mitarbeiter im Vertrieb (m/w) für das Vertriebsgebiet Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und NRW.



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